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Überblick › 22. Oktober 2014

Gemeinsame Wurzeln

Die Entdeckung, bestimmte körperliche Fehlbildungen bei Kindern über eine gezielte Hilfsmittelversorgung tatsächlich im Wachstum heilen zu können, war im Mittelalter eine echte Sensation und kam einem Wunder gleich.

Der Kinderarzt Nicolas Andry griff mit dieser Erkenntnis im Jahr 1741 nach damaligem Verständnis erstmalig in die Schöpfung Gottes ein. Sein Werk verglich Andry stets mit dem eines Gärtners, der kleine, krumme Bäumchen geschickt durch Wachstumsumlenkung begradigt. Aus einem jungen krummen Bäumchen wurden so stolze große Bäume. Das „Bäumchen von Andry“ symbolisiert die Geburtsstunde der Orthopädie – sowohl des Handwerks der Orthopädie-Technik wie der medizinischen Fachrichtung der Technischen Orthopädie.

„Auf den Erkenntnissen der technischen Orthopädie baut auch heute noch die konservative Behandlung auf. Medizin und Handwerk haben gemeinsame Wurzeln und gehen auch heute noch gemeinsame Wege“ betont Matthias Bauche, Vizepräsident des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik (BIV-OT). „Auch wenn die technisch-konservative Orthopädie heute mit Carbon und anderen Hightech-Materialien arbeitet – das Handwerk ist moderner denn je “, so Bauche weiter.

In Andenken an die Leistungen von Andry spendeten der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT), die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) und der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (BVOU) der Stadt Berlin erneut zehn Spree-Eichen. Gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und dem Bezirksamt Mitte pflanzten die Fachgesellschaften die Bäume in der Nähe des Regierungsviertels.

Bilder zur Baumpflanzung finden Sie hier.

Weitere Informationen zur Aktion finden Sie hier.