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Überblick › 18. Juli 2014

Foto: Jüttner Orthopädie KG

Modellprojekt in Thüringen geplant

Die „Weiterbetreuung behinderter Jugendlicher und Erwachsener aus dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ)“ war das Thema des gleichnamigen Symposiums, zu dem die Jüttner Orthopädie KG im Juni nach Apolda eingeladen hatte.

Ausgangspunkt der Veranstaltung war die Frage nach der Sicherstellung einer hochwertigen medizinischen Versorgungstruktur von Erwachsenen über die Versorgung durch das Sozialpädiatrische Zentrum hinaus; dessen Versorgung endet im Regelfall mit dem 18. Lebensjahr.

Die Moderatorin Judith Noll begrüßte die Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieber-knecht, Prof. Dr. med. habil. Ulrich Brandl als Direktor des SPZ am Universitätsklinikum Jena, Dr. Carsten Wurst, Chefarzt des SPZ am SRH Zentralklinikum Suhl, Hermann Schmitt, Landesgeschäftsführer der Barmer GEK Thüringen, Dr. Claus-Peter Lochner, Schulleiter der „CJD Christophorusschule Erfurt“ sowie Frank Jüttner, geschäftsführender Gesellschafter der Jüttner Orthopädie KG.

Die multidisziplinäre Versorgung und Koordination medizinischer und entwicklungs-fördernder Maßnahmen über das 18. Lebensjahr hinaus wurde von allen Podiums-teilnehmern als Schritt in die richtige Richtung erkannt. „Man würde sonst einreißen, was man mit dem Patienten über 18 Jahre lang aufgebaut hat“, sagte Lieberknecht. Auch der Barmer-Landesgeschäftsführer Schmitt untermauerte diese Aussage: „Wir müssen miteinander reden und handeln, damit die integrierte Versorgung vorankommt. Wir dürfen nicht in Schubladen denken“.

Als Ergebnis des Apoldaer Dialogs und möglicher Lösungsansatz wurde von allen Beteiligten ein Modellprojekt befürwortet: Das denkbare Landesmodell könnte an die vier in Thüringen befindlichen SPZs angegliedert werden, um eine räumliche Abdeckung zu erreichen. Erste Ansätze zur Finanzierung wurden auch diskutiert. In diesem Zusammenhang nannten die Teilnehmer insbesondere den Innovationsfonds der Bundesregierung, den europäischen Sozialfonds und auch die Sozialhilfe.