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Was können Unterschenkelorthesen zur Verbesserung des Gangbildes bei Kindern mit Zerebralparese leisten?

Autoren: Böhm, Harald
Co-Autoren: Döderlein, L.; Lewens, D.; Dussa, .
Rubrik: Kinder-Reha
Ausgabe: 1/2020
Seiten: 20-27
Jahrgang: 71
Schlüsselwörter: Unterschenkelorthese, Zerebralparese, ICP, Ganganalyse, Gangpathologie, Kauergang, Spitzfußgang, Fallfuß

Abstract

Unterschenkelorthesen sind bei Kindern mit Zerebralparese die am häufigsten verordneten Orthesen. Das Gangbild der betroffenen Kinder ist sehr variabel und wird durch das Zusammenspiel von Spastik, Muskelverkürzungen, Schwäche, Kompensationsmechanismen und Anpassungen des Skeletts durch das Wachstum bestimmt. Die zugrundeliegenden Gangpathologien müssen bezüglich Aufbau und Wirkweise der Orthese berücksichtigt werden. In diesem Beitrag wird die Biomechanik von drei häufigen Gangstörungen bei Zerebralparese – Kauergang, Spitzfußgang und Fallfuß – erläutert und die jeweils indizierte Orthesenversorgung vorgestellt. Umeine optimale Wirkung von Unterschenkelorthesen auf das Gangbild zu erhalten, ist beim Kauergang darauf zu achten, dass die Ursache der Kniebeugestellung hauptsächlich aus dem Fuß und der Wadenmuskulatur resultiert, nicht aus Kontrakturen und/oder einer Schwäche der proximalen Gelenkkette. Beim Spitzfußgang kann mit einer konsequenten Tragezeit auch eine Verbesserung beim Gehen ohne Orthesen erreicht werden. Beim Fallfuß ist die Steifigkeit der Orthese in ihrer Wirkung auf die proximalen Gelenke zu berücksichtigen.

Ankle-foot orthoses are the most frequently used type of orthosis in children with cerebral palsy. The gait of affected children is quite variable and is determined by the interaction of spasticity, muscle contractures, weakness, compensation mechanisms and changes in bones due to growth. These underlying pathologies must be taken into consideration with respect to the alignment and mode of action of the orthosis. This article explains the biomechanics of three common gait problems in cerebral palsy – crouch, equinus and foot drop – and presents the appropriate orthosis for each condition. To achieve the optimal effect of an ankle-foot orthosis on gait, for crouch gait, it must be noted that the increased knee flexion results primarily from the foot and calf muscles, not from contractures or weakness of the proximal joints. In equinus gait, consistently wearing the orthosis can also lead to improvement when walking without the orthosis. For drop foot, the effect of the orthosis stiffness on the proximal joints must also be taken into consideration.

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