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Der Einfluss des Tragezeitmonitorings auf Therapieplanung und Compliance in der Korsettversorgung bei idiopathischer Skoliose

Autoren: Grasl, Christian
Co-Autoren: Serth, T.; Pospischill, R.; Riedl, K.; Farr, S.; Knahr, M.
Rubrik: Messtechnik
Ausgabe: 9/2019
Seiten: 32-37
Jahrgang: 70
Schlüsselwörter: Skoliose, Korsettversorgung, Hermes, Tragezeitmonitoring, Compliance, Orthotimer

Abstract

Die Korsettversorgung von Kindern und Jugendlichen mit idiopathischer Skoliose stellt für die Orthopädie- Technik immer wieder eine große Herausforderung dar, gilt es doch einen möglichst guten Kompromiss zwischen Primärkorrektur und Patientencompliance zu erzielen. Wurde in den letzten Jahren der primäre Fokus auf die größtmögliche Reduktion des Cobb-Winkels gelegt, zeigt der Versorgungsalltag, dass nicht nur die Primärkorrektur im Röntgenbild, sondern vor allem der derotierende Einfluss auf die Wirbelsäule durch das Korsettdesign in Kombination mit einer konsequenten und konstanten Tragezeit den Therapieerfolg maßgeblich positiv beeinflusst. Die Beurteilung der essentiell wichtigen Tragezeit war bisher – abhängig von den Aussagen von Patienten und deren Eltern – jedoch schwierig. Die Optioneines Tragezeitmonitorings durch die Adaptierung eines sogenannten Orthotimers® ermöglicht es nun erstmals, die exakte Tragezeit zu ermitteln und somit individuelle Therapiepläne zu erstellen, bei schwierigen Entscheidungen wie z. B. einer OP-Indikation Sicherheit zu vermitteln und bei adäquatem Einsatz die Compliance deutlich zu steigern.

Providing braces for children and adolescents with idiopathic scoliosis is always a great challenge in orthopaedic technology, since it is important to achieve the best possible compromise between primary correction and patient compliance. While the main focus in recent years has been on the greatest possible reduction of the Cobb angle, treatment routine shows us that it is not only the primary correction in the X-ray image but particularly the derotation brace design in combination with a consistent and constant wearing time that has a decisive positive effect on the outcome. However, assessing the essential wearing time has thus far been difficult, as it depends on the statements of patients and their parents. The option of monitoring wearing time by adapting an Orthotimer® now enables us for the first time to determine the exact wearing time and thus create individual treatment plans, provide certainty in difficult decisions such as when surgery is indicated, and significantly increase compliance when used correctly.

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