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Knochenverankerte osseointegrierte Prothesen für Patienten mit Ober- oder Unterschenkelamputation

Autoren: van de Meent, Henk
Co-Autoren: Leijendekkers, R.; Frölke, J.; Warlé, M.
Rubrik: Osseointegration
Ausgabe: 8/2019
Seiten: 42-46
Jahrgang: 70
Schlüsselwörter: Amputierte, Osseointegration, periphere Gefäßkrankheiten, Komplikationen, Prothesenimplantation

Abstract

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Überprüfung des Indikationsverfahrens für Patienten mit Ober- oder Unterschenkelamputation, die für ein osseointegriertes Implantat bzw. eine „knochenverankerte“ Prothese überwiesen werden. Es werden Einschluss- und Ausschlusskriterien diskutiert, wobei der Schwerpunkt auf Kriterien für Patienten mit Beinamputationen aufgrund vaskulärer Erkrankungen gelegt wird. Vorgestellt werden zudem die vorläufigen Daten einer Kohorte von 116 Patienten mit 121 osseointegrierten Implantaten. Bei 17 Patienten aus der Kohorte von 116 Patienten (14,7 %) war eine Gefäßkrankheit ursächlich für die Amputation. Von diesen 17 Patienten (17 Implantate, Durchschnittsalter 62 Jahre, Altersspanne 44– 75 Jahre, 4 Frauen, 5 Tibiaimplantate, medianes Follow-up 3 Jahre, Follow-up- Spanne 1–5 Jahre) zeigte ein Patient mit Tibiaimplantat einen progressiven Verlauf einer Gefäßkrankheit mit Infektion des Weichteilgewebes, was schließlich zu Implantatversagen führte. Es traten in der Gruppe von 99 Patienten ohne vaskuläre Beinamputationsursache keine (a)septischen Implantatlockerungen oder nicht behandelbaren Weichgewebeinfektionen auf.

This article reviews the indication process for patients with transfemoral or transtibial amputation referred for an osseointegration implant or ‘bone-anchored’ prosthesis. Inclusion and exclusion criteria are discussed with emphasis on criteria for patients with lower limb amputation as a result of vascular pathology. The preliminary data of a cohort of 116 patients with 121 osseointegrated implants is presented. For 17 of the cohort of 116 patients (14.7%), a vascular pathology was the reason for their amputation. Of those 17 patients (17 implants, average age 62 years, age range 44-75 years, 4 females, 5 tibia implants, median follow-up 3 years, follow-up range 1-5 years), one patient with a tibia implant had a progressive course of vascular pathology with soft tissue infection, eventually leading to implant failure. There were no (a)septic implant loosening or untreatable soft tissue infections in the group of 99 patients without a vascular cause of the lower limb amputation.

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