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Wiederherstellung des Bewegungsumfangs bei Gelenkkontrakturen mit dynamischen Korrekturkomponenten

Ein Studienüberblick

Autoren: Bolkart, Berthold
Rubrik: Orthetik
Ausgabe: 2/2019
Seiten: 24-30
Jahrgang: 70
Schlüsselwörter: Kontrakturbehandlung, LLPS, HLBS

Abstract

Bewegungseinschränkungen bzw. Kontrakturen können sich als Folge einer Vielzahl neurologischer oder orthopädischer Erkrankungen einstellen. Kontrakturen, die aus einer neurologischen Erkrankung resultieren, werden in der heutigen Zeit überwiegend mit dynamischen Korrekturgelenken nach dem Prinzip des „low-load prolonged stretch“ (LLPS-Prinzip) behandelt. Im Vergleich zur statischen Kontrakturbehandlung nach dem Prinzip des „high-load brief stretch“ (HLBS-Prinzip) – dem klassischen Quengeln – wird die dynamische Kontrakturbehandlung mit einem Orthesen-Federgelenksystem durchgeführt, bei dem die wirkende Kraft über eine justierbare Federeinheit definiert wird. Erst die Haltung unter einer konstanten Spannung bewirkt die notwendige Dehnung, die letztlich zur Verlängerung des Gewebes führt. Der Patient hat zudem die Möglichkeit, das Gelenk in die pathologische Richtung zu bewegen oder beispielsweise einen hypertonen Reiz auszuleben, um danach wieder durch die Orthese in Therapierichtung bewegt zu werden. Der folgende Bericht stellt die Behandlung mit dynamischen Korrekturorthesen zur Wiederherstellung des normalen Bewegungsumfangs dar und fasst einschlägige Studien zu diesem Thema zusammen, die seit dem Jahr 1984 veröffentlicht wurden.

Movement restrictions or contractures can occur as a result of a variety of neurological or orthopaedic diseases. Contractures resulting from a neurological disease are today treated primarily with dynamic correction joints using the low-load prolonged stretch (LLPS) principle. In contrast to static contracture treatment using the high-load brief stretch (HLBS) principle – conventional Quengel casting – dynamic contracture treatment is carried out with an orthotic spring joint system, in which the effective force is defined by an adjustable spring unit. It is the posture under constant tension that induces the necessary stretching, which ultimately results in extension of the tissue. The patient also has the option of moving the joint in the pathological direction or, for example, of exerting a hypertonic stimulus in order to be moved again in the therapeutic direction by the orthosis. The following report presents the treatment with dynamic correction orthoses to restore the normal range of motion and summarises various studies published since 1984.

Sämtliche in der OT erschienenen Fachartikel von "Bolkart, Berthold"

  1. Analyse von 305 Patienten-Testversorgungen mit einem standphasensichernden Orthesen-Kniegelenk

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