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Geräte zur selbstbestimmten Gehtherapie mit reziproker Beinführung – neuroorthopädische Empfehlungen

Autoren: Strobl, Walter Michael
Rubrik: Kinder-Reha
Ausgabe: 1/2019
Seiten: 27-33
Jahrgang: 70
Schlüsselwörter: Gehtrainer, reziproke Beinführung, Gangstörung, Zerebralparese, neuromuskuläre Erkrankung

Abstract

Bei Kindern und Erwachsenen mit einer schweren Bewegungsstörung aufgrund einer neuromotorischen Erkrankung müssen die physiologisch und psychologisch wichtigen Steh- und Gehfunktionen mit orthopädietechnischen Hilfsmitteln ersetzt werden. Bei einer ausgeprägten Becken-Rumpf und Beinachsen-Instabilität kann ein Gehtrainer mit reziproker Beinführung dieses Ziel erreichen. Zahlreiche Beobachtungsstudien und Erfahrungen von Zentren berichten von positiven Effekten der Gehtrainer auf die körperliche und psychische Entwicklung von Kindern mit Zerebralparesen. Insbesondere Ganggeschwindigkeit, Ausdauer, Bewegungsausmaß der Gelenke und psychomotorische Entwicklung können günstig beeinflusst werden. Die wissenschaftliche Evidenz ist jedoch wie in vielen anderen Fällen multimodaler konservativer Behandlungsmaßnahmen bei der derzeitigen Studienlage noch nicht ausreichend, um eine abschließende Stellungnahme abgeben zu können. Die Erfahrungen des Verfassers zeigen jedoch subjektiv sehr zufriedenstellende Ergebnisse für alle drei der hier beschriebenen Gehtrainer-Modelle bei der Versorgung von Kindern mit neuromotorischen Bewegungsstörungen.

In children and adults with severely impaired movement due to neuromuscular diseases, the important physiological functions of standing and walking have to be replaced with orthopaedic devices. A walker with guided reciprocal leg movement may help to reach these functional goals in patients with pronounced pelvic-trunk and leg axis instability. Several observational studies and experienced health care centers have reported beneficial effects of walkers for the motor and mental development of children with cerebral palsy. In particular, walking speed, endurance, range of joint motion, and psychomotor development can be affected positively. However, as in many other cases of multi-modal conservative treatment methods, scientific evidence is not yet sufficient to draw definite conclusions. In our clinic, we experienced very satisfactory subjective results in children with motor disorders using all three types of walkers described here.

Sämtliche in der OT erschienenen Fachartikel von "Strobl, Walter Michael"

  1. Das Sitzen aus kinderorthopädischer Sicht

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