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Brustprothetische Versorgung in Deutschland – eine qualitative Studie

Autoren: Wiedemann, Regina
Rubrik: Brustprothetik
Ausgabe: 11/2017
Seiten: 50-57
Jahrgang: 68
Schlüsselwörter: Brustkrebs, Mastektomie, externe Brustprothesen, Anpassung von Brustprothesen

Abstract

Hintergrund: Externe Brustprothesen sind in Deutschland als medizinisches Hilfsmittel zum Ausgleich nach Mastektomie bei Brustkrebs anerkannt und werden von den Krankenkassen finanziert. Trotzdem fehlen Erkenntnisse über die brustprothetische Versorgung in der stationären und ambulanten Versorgung vor dem Hintergrund des deutschen Gesundheitssystems. Die nachfolgend vorgestellte Studie nutzt die Methode der qualitativen Evaluationsforschung. Die Datenerhebung erfolgt anhand leitfadengestützter Interviews. Aufgenommen in das Sample wurden zwanzig Frauen, acht Pflegende, Sanitätshausfachangestellte aus acht Sanitätshäusern sowie Verantwortliche vier relevanter Prothesenfirmen. Ergebnisse: Im Zwei-Phasen-Modell beschreibt Phase 1 das Erleben von Schock und Krise und die daraus resultierenden Bedürfnisse in der Erstversorgung mit einer Brustprothese im Krankenhaus. Phase 2 beschreibt den Wunsch, mit der Brustprothese Normalität herzustellen. Eine erfolgreiche Prothesenauswahl für die Frauen erfolgt in erster Linie über die Sinneserfahrung. Gleichzeitig wird deutlich, dass häufig Sanitätshausfachangestellte aufgrund ihrer Erfahrung und Expertise über die Auswahl entscheiden. So erklärt sich das auch in Deutschland häufig auftretende Problem unzureichender Information und mangelnder Wahlmöglichkeiten von Frauen in der brustprothetischen Versorgung.

Background: In Germany, external breast prostheses are recognised as medical devices to restore symmetry following a mastectomy due to breast cancer and are financed by the statutory health insurance companies. Nonetheless, there is a lack of knowledge about the breast prosthesis fitting process in inpatient and outpatient care in the German health system. The study presented used the method of qualitative evaluation research. Data was collected in guided interviews. The sample consisted of 20 women, eight breast center nurses, prosthesis fitters from eight medical supply stores, and representatives of four relevant prosthesis manufacturers. Results: In the two-phase model, phase 1 describes the shock and crisis experienced by the patients and the resulting needs in the initial treatment with a breast prosthesis in the hospital. Phase 2 describes the desire to restore a normal appearance with the breast prosthesis. For the affected women, successful selection of a prosthesis takes place mainly through sensory perception. At the same time, it is clear that prosthesis fitters from medical supply stores often select a prosthesis based on their own experience and expertise. This explains the frequently occurring problem, even in Germany, of women’s insufficient information and awareness of the options for breast prostheses.

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